Fototipp #6: Spiele mit der Schärfe!

Mit verschiedenen Kameraeinstellungen kannst du Einfluss auf die Schärfe im Bild nehmen. Die Blende im Objektiv regelt, wie groß oder klein die Schärfentiefe eines Bildes ist.

Wenn die Blende einen kleinen Wert (z.B. F 2,8) hat, ist sie weiter geöffnet und das Bild hat wenig Schärfentiefe. Je höher der Wert (z.B. F 22) ist , desto mehr Schärfentiefe bekommt das Bild, es sind also auch Bereiche weiter hinten im Bild noch scharf.

Manche Bilder sind Spannender, wenn das Motiv im Vordergrund scharf ist, und der Hintergrund verschwommen. Bei anderen Motiven ist es wichtig, dass alles scharf zu sehen ist.

 

Beispiel Flasche
Gewählte Blende: F 2.8. Nur die vordere Flasche ist scharf.
Beispiel Flasche 2
Gewählte Blende: F 22. Auch die hintere Flasche ist scharf. Sogar die Struktur der Wand ist sichtbar.

Beispiele:

Bei einer Landschaftsaufnahme soll die Szene durchgängig scharf sein, man braucht also eine relativ geschlossene Blende.

Bei einem Portrait soll sich die Person vom Hintergrund abheben, eine weit geöffnete Blende sorgt für wenig Tiefenschärfe.

 

Wenn du keine Kamera hast, bei der man die Blende einstellen kann, kannst du trotzdem mit der Schräfe im Bild spielen. Wähle zum Beispiel einen kleinen Abstand zum Motiv und einen großen Abstand von Motiv zu Hintergrund. So wird der Hintergrund auch unscharf. Durch Zoomen wird der Effekt noch verstärkt.